Arbeit in der Hörgeschädigtengruppe
Die Hörgeschädigtengruppe ist eine Gruppe mit einem besonderen auf den Personenkreis ausgerichteten pädagogischen Konzept in unserem Sprachheilkindergarten.
In dieser Gruppe werden acht Kinder von fachlich geschultem Personal (Erzieher, Erzieherin sowie einer Hörgeschädigten- und Sprachheilpädagogin) in Räumlichkeiten mit Schalldämmung betreut.
Wie in jeder Gruppe erhalten die Kinder eine ganzheitliche Förderung, bestehend aus Sprachtherapie, Psychomotorik, heilpädagogischem Reiten und psychologischer Einzelförderung. Diese Fördermaßnahmen finden im Rahmen von Einzelsituationen als auch in Gruppen statt.
Weiterhin wird in dieser Gruppe nach folgenden hörgeschädigten pädagogischen Leitlinien gearbeitet:
- regelmäßige Hörübungen
- Einsatz von Gebärden (unterstützend und begeleitend) zur Absicherung von Kerninhalten bei der Erarbeitung von Themen
- Einsatz von Hörtechnik (FM – Anlage)
- tägliche Kontrolle der Hörtechnik
All diese besonderen Angebote finden in einem strukturierten Tagesablauf ihren Platz und gehören zum Kindergartenalltag. Daher müssen die Kinder sich nicht täglich neu auf die Angebote einstellen, sondern erleben sie entwicklungsbegleitend.
Aufgenommen werden Kinder mit Hörschäden, die durch eine medizinische oder eine pädaudiologische Untersuchung festgestellt worden sind.
Dies können Kinder sein mit einer
- Schallleitungsschwerhörigkeit,
- Schallempfindungsschwerhörigkeit,
- einer kombinierten Schwerhörigkeit,
- hochgradigen Schwerhörigkeit mit einem Chochlear-Implantat,
- und/oder einer zentralen Schwerhörigkeit.
Vorrangiges Ziel der Arbeit in der Hörgeschädigtengruppe ist es, in einem ganzheitlichen Prozess die Sprache der Kinder zu entwickeln und zu verbessern und Folgestörungen zu verhindern.
